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Grundeinstellungen in Eclipse für AI1-PTP1

Nach der Installation von Eclipse ist die Java-Perspective eingeschaltet. Weil im Kurs AI1-PTP1 aber in Ruby programmiert werden soll und unter Windows besondere Textdateieigenschaften eingestellt sind, müssen hier Anpassungen erfolgen.

Die Schritte im Einzelnen

Zunächst muss Eclipse gestartet werden. Bei den Rechnern im AI-Labor muss dabei einiges beachtet werden. Zu den jeweils installierten Versionen gibt es verschiedene Varianten für unterschiedliche Benutzergruppen. Einsteiger sollten Eclipse im Startmenü unter dem Punkt „Eclipse Oxygen fuer Ruby und Java - Workspace“ starten. In dieser Variante sind in Eclipse nur die für die Programmierausbildung im ersten und zweiten Semester benötigten Plugins installiert. Außerdem wird der Workspace automatisch auf dem -für die Arbeit im AI-Labor- richtigen Laufwerk erzeugt. Dadurch spart man sich etwas Arbeit beim Einrichten von Eclipse. Alle anderen Varianten sind eher für Studierende höherer Semester gedacht, die zusätzliche Anforderungen haben.

Nach dem Starten erscheint das folgende Fenster:

Workspace-Einstellung in Eclipse

Hier ist bei der Benutzung im AI-Labor unbedingt darauf zu achten, dass der „Workspace“ im Homelaufwerk (H:\) abgespeichert wird. Es dürfen auf keinen Fall Daten auf C:\ bzw. C:\Benutzer\… usw. gespeichert werden, auch nicht auf einem USB-Stick (D:\ usw.) Alle von Windows-Apps erzeugten Daten sollten im Ordner „win“ liegen. Bei der vorgeschlagenen Eclipse-Variante „Eclipse Oxygen fuer Ruby und Java - Workspace“ im AI-Labor sollte der im obigen Beispiel angezeigte Pfad H:\win\workspace voreingestellt sein. Das bitte überprüfen und bei Bedarf anpassen. Statt 'workspace' kann dort auch der Name der jeweiligen Eclipse-Version stehen, also z.B. 'oxygen'.

Nach Beendigung des Startvorgangs – das kann beim ersten Mal etwas länger dauern, weil sogenannte Plugins geladen und kopiert werden – wird ein „Welcome“-Tab geöffnet. Es kann geschlossen werden und erscheint nicht wieder, wenn der Haken unten rechts bei „Always show Welcome at start up“ entfernt wird:

Welcome-Tab

Jetzt die Java-Perspective schließen; dazu oben rechts auf das Symbol mit dem ‚J‘ mit der rechten Maustaste klicken und auf „Close“. Auch der Tab „Task List“ kann geschlossen werden.

Anstelle der Java-Perspective die Ruby-Perspective öffnen:

Jetzt müssen einige globale Einstellungen geändertt werden. Alle globalen Einstellungen erreicht man in Eclipse im Menü unter Window → Preferences( oben rechts sieht man übrigens, dass jetzt die Ruby-Perspective aktiv ist):

Unter „Workspace“ sieht man, dass „Text file encoding“ und „text file line delimiter“ den Windows-Standards entsprechen. Damit die Dateien mit dem Programmcode (das sind Texte) zwischen den Systemen (besser) austauschbar sind, muss das geändert werden:

Die neuen Einstellungen sind UTF-8 und Unix:

Die nächste Einstellung betrifft den Interpreter. Wie eben erwähnt, ist das „Programm“ zunächst eine reine Textdatei. Auf einem Rechner läuft aber Maschinencode, vereinfacht gesagt eine Abfolge aus einer Kombination der Ziffern ‚1‘ und ‚0‘. Der Text muss also zunächst übersetzt werden. Das übernimmt im Falle von Ruby ein sogenannter Interpreter – das ist auch ein Programm. Eclipse muss der Dateipfad zu diesem Interpreter bekannt gegeben werden:

Der im folgenden Fenster angegebene Pfad bezieht sich auf eine typische Ruby-Installation auf einem privaten Notebook / PC. Auf den Rechnern im PC-Pool ist das Installationsverzeichnis „C:\ail\Ruby24-x64\bin“:

Im Folgenden sollte der „Interpreter name“ geändert werden. Für den Fall, dass man später weitere Interpreterversionen benutzen möchte, verliert man nicht den Überblick:

Den nächsten Dialog mit „Apply and Close“ beenden:

Jetzt sind die nötigen Einstellungen gemacht und die eigentliche Arbeit kann beginnen. Es wird nun kurz erläutert, wie man ein Ruby-Projekt und eine Ruby-Script Datei anlegt. In den meisten IDE’s (Integrated Development Environments), so auch in Eclipse, werden zusammengehörende Dateien in einem Projekt vereinigt. Vorher werden verbindliche Namenskoventionen für die Vergabe von Datei- und Ordnernamen erklärt. In Windows (insbesondere in Sprachversionen außer US-amerikanisch) ist so ziemlich alles erlaubt, was Dateinamen für den jeweiligen Nutzer verständlich lesbar und für andere Systeme und Amerikaner inkompatibel macht. Dazu zählen Umlaute, Leerzeichen, Sonderzeichen … Diese sind für Amerikaner sogenannte „funny characters“. Außerdem kann Windows nicht wirklich zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden. Deshalb sind ab jetzt nur folgende Zeichen erlaubt:

  • die Buchstaben a – z, die Ziffern 0 – 9 und der Unterstrich _
  • keine Umlaute (ä, ö, ü, ß usw.)
  • keine Sonderzeichen (! “ § $ % & / \ # usw.)
  • keine Leerzeichen
  • Großbuchstaben sollten vermieden werden, weil unter Windows z.B. Dateien mit den Namen „Datei.txt“, „datei.txt“, „DATEI.txt“ usw. dieselbe Datei bezeichnet

Dementsprechend können wir unser erstes Projekt z.B. „my_proj“ nennen:

Dann sehen wir im Eclipse Script Explorer:

Wir legen jetzt einen neuen Ruby-Script an mit dem Namen „my_script“:

Im Eclipse Text-Editor bekommen wir dann eine neue Datei, in die wir Ruby-Code schreiben können:

Weitere Informationen gibt es ab jetzt im Vorkurs, in der Vorlesung, im Praktikum, in Büchern und natürlich…

… im Internet.

Autor: Gerhard Oelker; September 2017

Fragen oder Fehlermeldungen an: gerhard.oelker@haw-hamburg.de

docu/eclipsegrundeinstellungen.txt · Zuletzt geändert: 2017/09/13 16:15 von oelker